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Habe gerade den Abmahnungsartikel gelesen. Ich verstehe nicht wie sich noch immer „renomierte“ Unternehmen trauen können solche Abmahnungen zuzustellen. Ich möchte hier nicht bewerten ob die Abmahnung gerechtfertigt ist oder nicht. Viel mehr möchte ich mein Bedauern über diese Geschäftspraktiken der direkten Abmahnung ausdrücken. Anstatt den direkten Kontakt zu den Seitenbetreibern zu suchen, werden diese direkt kostenpflichtig abgemahnt. In Zeiten des Internets und der zunehmenden Beliebtheit der Blogs, ist solch eine Abmahnung marketingtechnisch immer ein Eigentor. Mein Fazit aus dieser Abmahnung: Ich lasse mein Geld lieber bei Firmen die sich FAIR verhalten und Abmahnungen erst als letzten Schritt nach einem direkten Kontakt nutzen.

Ich bin gespannt wie die Gerichte endscheiden werden…

Offener Brief an C&A:
Liebe C&A Geschäftsführer,
es war einmal ein begeisteter C&A Kunde der immer gerne in eure Geschäfte sein schwer verdientes Geld ausgegeben hat. Leider hat dieser Kunde von Geschäftspraktiken der C&A mit Abmahnungen an Bloger gelesen. Nun geht der einst begeisterte Kunde lieber zu den Mitbewerbern. Solche Abmahnungen ohne voherigen Kontakt möchte der Kunde mit dem dicken Geldbeutel nicht mehr mit seinem Geld unterstützen. Vielmehr sollte sich ihr Unternehmen freuen das über ihr Unternehmen berichtet und sogar verlinkt wird.

Ein ehemaliger treuer Kunde
G.Dillenberg

Der Schönste Blogvermerk dazu:
http://www.blogschrott.net/1271/ca-im-abmahnwahn/

Die Antwort zum offenen Brief:
Sehr geehrter Herr Dillenberg,

vielen Dank für Ihre Mail und die darin enthaltene Kritik hinsichtlich der Abmahnung des Nachrichten Portals Top News. Wir sind Ihnen deshalb sehr dankbar für Ihr Schreiben, denn nur dadurch erhalten wir einerseits Kenntnis von Ihrem Unmut und gleichzeitig die Möglichkeit, dazu Stellung zu nehmen:

C&A hat im Herbst letzten Jahres einen Kids Casting Wettbewerb durchgeführt, bei dem sich Kinder kostenlos als Model bewerben konnten. Nach kurzer Zeit meldeten sich bei uns einige besorgte und gegenüber unserem Unternehmen sehr verärgerte Eltern die, im Glauben Ihre Kinder für den C&A Kids Casting Wettbewerb anzumelden, an Modelagenturen geraten waren, die kostenpflichige Shootings durchführten und den Eltern in Rechnung stellten. Unsere Recherche ergab, dass im Nachrichtenportal Top News in direktem Umfeld des redaktionellen Berichtes zu unserem Casting Werbe-Links platziert waren. Viele Besucher des Nachrichtenportals wurden so in die Irre geführt und traten, wie bereits erläutert, mit Modelagenturen und Fotostudios in Kontakt, die in keiner Beziehung zu dem C&A Kidscasting standen. Wir hatten den Eindruck, dass die Irreführung der betroffenen Eltern auf die Meldung von Top News vom 1.10. 2008 und der ihr beigefügten Linkwerbung zurückzuführen ist. Deshalb haben wir Top News abgemahnt.

Wir hoffen, Ihnen mit diesen Ausführungen die Hintergründe für unsere Entscheidung transparent gemacht zu haben und verbleiben
mit freundlichen Grüßen
(Anmerkung:Name entfernt)

C&A Mode KG
Kommunikation

Die Antwort macht für mich die Reaktion nachvollziehbar. Vielen Dank an C&A!

6 Rückmeldungen zu “die-topnews.de erhält Abmahnung”

  1. Peter

    Die Antwort von C&A lässt das ganze in einem neuen Licht erscheinen. Danke

  2. Sudo

    Da kann ich die Abmahnung verstehen. Die abgehmante Seite hat auch nicht wirklich einen Wert und zielt nur auf Klicks ab…

  3. Katja

    Trotzdem hätte man das smarter lösen können, nach wie vor bezeichnet man Google Werbung und Intelitxt als unlauter und unzulässig. Das ist meiner Meinung nach der springende Punkt.

    Ich hoffe einfach für beide, dass man sich zusammensetzt und die Sache vom Tisch bringt, nützt ja keinem was so. Würde von beiden Seiten Größe zeigen. Just my 2ct

  4. Jens

    Ich kann immernoch nicht erkennen, warum eine Abmahnung nötig war, man hätte doch zunächst den direkten Kontakt suchen können und versuchen die Sache zu klären. Für die Abmahnung hab ich kein Verständnis. Das sehe ich wie der Autor des Berichtes auf dieser Seite.

  5. Daniel

    Eine Abmahnung ist dem Falle voellig gerechtfertigt und auch notwendig, da wohl werde die betroffene Website noch google auch ein „hey, macht das nicht noch mal!“ regaiert haetten. Sobald google Anzeigen dafuer gebraucht werden den Leser in die Irre zu fuehren und so gestaltet sind dass sie mit dem content verwechselt werden koennen hoert der Spass eigentlich auf, das hat auch nichts mehr mit Werbung zu tun finde ich.

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